Der Unterschied zwischen Recht haben und Recht bekommen ist der Rechtsanwalt.
März 29th, 2012Bei einer funktionsfähigen Sozialstruktur ist es von aller wichtigster Wichtigkeit, dass sich jeder einzelne Mensch an die Gesetze hält, damit das Zusammenleben funktioniert. Nur wirklich so können Konflikte verhindert werden. Obschon jede Person ein natürlichen Spürsinn dafür hat, was Recht und Unrecht ist, benötigt es abgesehen von den Wertmaßstäben Einzelner auch allgemeingültige Gesetze. Hat sich zum Beispiel eine Kontroverse ergeben, sollte die Lösung des Problems nicht einzig erklärlich sein, sondern sollte ansonsten auch nicht von vorausgehenden Problembeseitigungen in gleichermaßen gelagerten Fällen abweichen.

Da indessen die Gesetze ebenfalls wie die Gesellschaft einem dauerhaften Wechsel unterzogen sind, sind einzelne Rechtsprechungen immer komplexer geworden und hierdurch für die meisten Menschen nur noch schwer begreifbar. Als Ausweg aus diesen vergleichsweise unergründlichen Konstellationen ist die Hinzuziehung eines Anwaltes jederzeit eine angebrachte Möglichkeit. Normalerweise ist zwar jeder Anwalt fähig zu jeder rechtlichen Problemstellung Hilfe zu geben, zumindest nach adäquater Einarbeitung in den Rechtsbereich. Es kann indes wirklich sinnig sein, einen Rechtsanwalt um Rat zu fragen, der sich auf ein gesonderten Sachbereich konzentriert hat. Der Fachanwalt hat beispielsweise seine Fertigkeiten in Arbeitsrecht oder auch Internetrecht ausgebaut und kann vornehmlich bei drohenden Fristabläufen infolge sein im Vorfeld existierenes Detailwissen schnelle erfahrene Hilfe zusichern.Man kann sich zwar unter gewissen Anforderungen vor Gericht auch eigenhändig vertreten. Allerdings diese Methode ist im Grunde auf keinen Fall zu raten. Denn selbst wenn die juristische Sachlage richtiggehend sichtlich auf der Hand liegt, so gibt es gerade vor Gericht etliche wichtige Regeln die beachtet werden müssen. Bekanntlich gibt es hierzulande das Sprichwort “Recht haben und Recht bekommen sind 2 verschiedene Dinge”.
Das Medizinrecht
Das Medizinrecht beinhaltet nicht nur alleinig den Bereich der Klagen angesichts eines eventuellen ärztlichen Kunstfehlers, sondern genauso das Arbeits- und Berufsrecht in Heilberufen, das Krankenhausrecht oder das Pflegeversicherungsrecht, um nur einige weitere Punkte aufzuführen. Ein Rechtsanwalt an sich sollte sich mit Hilfe seiner gründlichen Ausbildung grundlegend in jeden Fachbereich in entsprechender Zeit einarbeiten können, aber hat ein Anwalt mit einer Spezialisierung auf das Medizinrecht immer wesentliche Vorteile. Neben den Umstand dass er bereits über die nötige Sachkompetenz verfügt, weiß ein versierter Fachanwalt für Medizinrecht auch desweiteren alle verbundenen Vorgänge und Gepflogenheiten im Gesundheitssystem. Diese Kenntnisse sind Grundvoraussetzung um Fehler oder Mängel entdecken zu können. Kommt es zu einem Kunstfehler, ist es immer dringend zu empfehlen einen Rechtsanwalt heranzuziehen.
Ein schwer wiegendes Problem in medizinrechtlichen Fragen ist die Beweislast des Patienten.
Der Kläger muss im Prinzip unter Beweis stellen, dass der Arzt einen Missgriff gemacht hat. Von einer solchen Beweispflicht kann jedoch unter bestimmten Voraussetzungen etwaig verzichtet werden. Bisher hat der Bundesgerichtshof vier Fälle der Beweislastumkehr anerkannt:
- Außerordentlich grobe Behandlungsfehler
- Funktionsuntüchtige medizinische Geräte.
- Unrichtige oder ungenügende Aufklärung durch den Arzt.
- Zerstörung der Beweise durch den Arzt.
Ein noch vergleichsweise neues Thema im medizinischen Bereich ist die Patientenverfügung. Mit Hilfe dieser Erklärung legt der Patient bereits vorher fest, was mit ihm passieren soll, wenn er zum Beispiel auf eine künstliche Beatmung angewiesen ist Angesichts der Tatsache dass für einen solchen Fall eine bald unüberschaubare Aufstellung an Eventualitäten und deren Folgen zu betrachten sind, ist es immer zu raten sich von einem Rechtsanwalt beraten zu lassen.
Die Idee an eine Patientenverfügung könnte bei einem gesunden Menschen u.U. ein wenig seltsam anmuten, aber Unfälle erfolgen tagtäglich. Niemand ist davor beschützt schneller in so eine Lage zu kommen als man denkt. Für Verwandte und Angehörige ist es immer eine riesige Hilfestellung, wenn Entscheidungen durch den Kranken selbst getroffen worden sind und nicht das Pflichtbewusstsein und das ethische Empfinden der Angehörigen überansprucht wird.







